Darunter 2300 Kinder und Jugendliche. Rechnerisch ist somit jeder neunte Mensch aus Schorndorf Mitglied der SG.
Worum geht's hier eigentlich?
Sport? ist nur die gemeinsame Klammer. Wir sind viel mehr.
Was bei uns im Verein passiert, ist so viel mehr als ein Tor, eine Bestzeit oder ein Podestplatz. Und es endet nicht am Hallenausgang. Es wirkt in Schulen, Familien, Quartieren und Arztpraxen. Nur steht es in keiner Bilanz. Deshalb wollen wir mehr darüber reden.
Die Crux
Unser Beitrag ist groß. Aber Leider sehen ihn nicht alle.
Ein Sportverein wird oft nur als Freizeitangebot wahrgenommen. Tatsächlich ist er soziale Infrastruktur: ein Ort, an dem Kinder aufwachsen, an dem Menschen Anschluss finden, an dem Gesundheit entsteht oder erhalten wird und an dem jede Woche hunderte Stunden unbezahlte Arbeit für das Allgemeinwohl geleistet werden.
Diese Leistung taucht jedoch in keinem Haushaltsplan als Ertrag auf. Sie wird erst wahrgenommen, wenn sie fehlt. Denn dann wird sie zur Belastung für Familien, für Schulen, für die Verwaltung, für die Sozialkassen. Für uns alle.
Noch erbringen wir als Verein diese Leistung. Doch die Lage verschärft sich: Hallen- und Platzgebühren, Energiekosten, Bürokratie, weniger Zuschüsse, weniger Menschen, die ein Ehrenamt übernehmen wollen. Unser Spagat wird permanent größer. Deshalb reden wir darüber, bevor etwas reißt.
Anforderungen an Vereine
Vereine erfüllen immer mehr Funktionen, von denen die gesamte Gesellschaft profitiert: Gesundheitsförderung, Inklusion, Ganztagsbetreuung, Integration, Prävention, Nachhaltigkeit, Spitzen- bzw. Leistungssport auf Top-Niveau u. a. m. Um diese Aufgaben erfüllen zu können, braucht es gut ausgebildete Ehrenamtliche – vor allem aber hochqualifizierte Fachkräfte im Hauptamt, oft mit akademischer Ausbildung Für einen Großsportverein sind mehrere hundert Menschen tätig – das erfordert eine professionelle unternehmerische Führung und bedeutet eine große Verantwortung.
Herausforderungen für Vereine
Personell: Ehrenamt immer schwerer zu besetzen, Fachkräftemarkt angespannt
Finanziell: Inflation und Kostensteigerungen + Kürzungen staatlicher Mittel wegen knapper Kassen auf allen politischen Ebenen + drohende konjunkturbedingte Rückgänge im Sponsoring
Strukturell: Immer mehr Bürokratie, komplizierte Regelungen und Fördermittelverfahren
Bedürfnisse der Vereine
Personell: Bessere Rahmenbedingungen für Ehrenamtliche, um diese gesellschaftstragende Säule zu erhalten und bessere Beschäftigungsbedingungen sowie Gehälter für Hauptamtliche
Finanziell: Mehr Stabilität und eine größere finanzielle Eigenständigkeit durch ein ausgewogenes Finanzkonzept, basierend auf unterschiedlichen Einnahmequellen
Strukturell: Stabile hauptamtliche Strukturen, die Verwaltung und Organisation tragen, damit das Ehrenamt sich auf den Kern fokussieren kann: Menschen bewegen
Dilemma Wirtschaftlichkeit vs. soziale Verantwortung
Während Vereine genau wie Unternehmen von Kostensteigerungen aller Art ganz direkt betroffen sind, haben sie nicht die gleichen Möglichkeiten, auf diese zu reagieren. Vereine sind von Einnahmequellen abhängig, die kaum oder nur zeitverzögert angepasst werden können (Mitgliedsbeiträge, Kursgebühren, öffentliche Zuschüsse, Sponsoring). Zudem haben sie eine soziale Funktion und Verantwortung und können auch deshalb Beiträge nicht beliebig erhöhen, vor allem nicht ohne sozialen Ausgleich. Aber klar ist auch: Ohne Mehreinnahmen, auch durch Beitragsanpassungen, werden Großvereine nicht bestehen können.
Ziel muss sein, Gemeinnützigkeit und wirtschaftliches Denken zu verbinden, um langfristig für finanzielle Stabilität zu sorgen. Nur so können Vereine nachhaltig eine hohe Qualität ihres Angebots gewährleisten und ihre gesellschaftlichen Funktionen erfüllen. Sportförderung darf nicht als Kostenstelle betrachtet werden – sondern als Investition in eine gesunde, stabile, geeinte Gesellschaft. Jede Stunde des Trainings, der Bewegung, der Gemeinschaft und Zugehörigkeit spart langfristig Kosten. Mehr noch: Jeder Euro, der in Sportvereine investiert wird, kommt mehrfach in die Gesellschaft zurück – in Form von Gesundheit, sozialem Zusammenhalt und gelebtem Engagement.




Zahlen & Fakten
Wir bewegen die Stadt
Vier Beispiele, die die Bedeutung der SG zeigen
Und über 60 Fitness- und Rehasportkurse pro Woche.
– allein durch unsere Ehrenamtlichen! Würden diese für ihre Arbeit den Mindestlohn erhalten, ergäbe das pro Jahr diese stattliche Summe.
durch die Sporteinheiten, die wir mit unserem Projekt "Hampelmann" in 20 Schorndorfer Kindergärten anbieten.
Zum Nachrechnen
Die Zahlen im Einzelnen.
Zwei Aufstellungen zum Anschauen und Herunterladen.
Trag unsere Botschaft bitte weiter
Wir brauchen Dich
Diese Kampagne steht erst am Anfang. Damit sie weiter wächst und unsere wichtigen Botschaften überall durchdringen, braucht es auch dich.
Alle sind eingeladen, sich zu beteiligen. Mitglieder, Eltern, Trainerinnen und Trainer, Nachbarvereine, Unternehmen, Politik.
- Neue Inhalte kommen laufend hinzu – hier und in unseren Sozialen Netzwerken.
- Eure Fragen werden öffentlich beantwortet, nicht weggelächelt.
- Unsere Materialien sind frei für euch nutzbar